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Training für den Ernstfall

Die Nacht der Notfallmedizin bringt den Klinikalltag in die P.A.L.M.E.

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In der Notaufnahme zählt jede Minute. Entscheidungen müssen schnell getroffen, Prioritäten gesetzt und im Team koordiniert werden. Was im klinischen Alltag oft unter enormem Zeitdruck geschieht, konnten Medizinstudierende bei der zweiten Nacht der Notfallmedizin in der P.A.L.M.E. unter realitätsnahen Bedingungen erleben.

Im Rahmen des Wahlfachs Nacht der Notfallmedizin übernahmen 13 Medizinstudierende gemeinsam mit neun erfahrenen Supervisor:innen und weiteren Schauspielpatient:innen einen simulierten Nachtdienst in der Zentralen Notaufnahme mit angeschlossener Klinik. Erstmals kam dabei die Simulationsarena als hochrealistischer Schockraum zum Einsatz.

Nach einem strukturierten Onboarding erwartete die Teilnehmenden eine abwechslungsreiche Simulationsnacht mit unterschiedlichsten medizinischen Notfallszenarien, welche unter Supervision von den Studierenden eigenständig entwickelt wurden. Von akuten hitzebedingten Erkrankungen über Patient:innen mit Schlaganfall, Lungenarterienembolie und Urosepsis bis hin zu Frakturen, Appendizitis oder einem Herz-Kreislauf-Stillstand mussten die angehenden Ärzt:innen klinische Entscheidungen treffen und als Behandlungsteam unter realistischen Bedingungen zusammenarbeiten.

Ein besonderes Highlight bildete in diesem Jahr die Nutzung der Simulationsarena. Mithilfe speziell angefertigter Bildaufnahmen der Zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums Düsseldorf verwandelte sich die Arena in ein täuschend echtes Schockraumszenario. Zusammen mit Simulationspuppen, Schauspielpatient:innen, räumlichem Sound und medizinischer Ausstattung entstand eine teilimmersive Lernumgebung, die den klinischen Alltag besonders realitätsnah abbildete. Nach jedem Simulationsabschnitt boten ausführliche Debriefings und integrierte Skillstrainings Gelegenheit, das Erlebte gemeinsam zu reflektieren und die erlernten Inhalte unmittelbar zu vertiefen. Neben der neuen Schockraumsimulation bot die Nacht der Notfallmedizin in den Räumlichkeiten des Trainingszentrums weitere praxisnahe Stationen rund um die Akut- und Notfallversorgung. 

Betreut wurde das Wahlfach interdisziplinär von Rosalie Eckl, Justin Rieß, Sven Lindner, Mark Michael und Carsten Döing. Die Veranstaltung steht exemplarisch für das Ausbildungskonzept der P.A.L.M.E.: Moderne Simulationstechnologie, interprofessionelle Zusammenarbeit und praxisnahes Lernen greifen ineinander und schaffen neue Lernräume. Die Rückmeldungen der Studierenden bestätigten den hohen Realitätsgrad der Simulation und ihren besonderen Mehrwert für die Vorbereitung auf den klinischen Alltag in der Notfallmedizin. 

 

Fotos: Trainingszentrum

Autor/in: Clarissa Söhndel
Kategorie/n: Studium und Lehre, Medizinstudium, Trainingszentrum
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